Genovevahöhle am Hochstein: Wanderung und Geschichte

Vulkangipfel, Felsgrotte und Sage in der Osteifel – mit Route, Geologie und sicheren Planungstipps.

Die Genovevahöhle am Hochstein verbindet Vulkangeschichte mit einer alten Sage. Die offene Felsgrotte liegt unterhalb des 563 Meter hohen Hochsteins bei Mendig. Wer hierher wandert, erlebt keinen tiefen Höhlengang, sondern einen geschützten Felsraum, Waldwege und einen markanten Gipfelbereich.

Genovevahöhle am Hochstein: Wanderung und Geschichte [Bildinhalt mit KI erstellt]
Genovevahöhle am Hochstein: Wanderung und Geschichte [Bildinhalt mit KI erstellt]
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Hochstein und Genovevahöhle auf einen Blick

Merkmal Einordnung
Region Osteifel bei Mendig
Höhe Hochstein 563 m
Höhlentyp offene Felsgrotte
Landschaft Vulkangestein und Wald
Anspruch je nach Runde leicht bis mittel
Besonderheit Genoveva-Sage

Wie die Felsgrotte entstand

Der Hochstein ist Teil der vulkanisch geprägten Osteifel. Verwitterung, Auswaschung und Frost arbeiteten an Klüften und weicheren Zonen des Gesteins, bis der muschelförmige Schutzraum entstand. Die offizielle Eifel-Tourismusinformation ordnet den Hochstein mit Genovevahöhle als Naturziel bei Mendig ein.

Der ältere Name des Berges lautet Forstberg; Hochstein meinte ursprünglich besonders den Gipfelfelsen. Solche Namensverschiebungen sind in historischen Karten häufig. Sie erklären, warum ältere Quellen denselben Ort unterschiedlich bezeichnen.

Die Sage von Genoveva

Genoveva von Brabant soll zu Unrecht des Ehebruchs beschuldigt worden sein und mit ihrem Sohn jahrelang in einer Höhle gelebt haben. Eine Hirschkuh habe beide ernährt, bis ihr Ehemann sie wiederfand. Die Geschichte wurde über Jahrhunderte ausgeschmückt. Eine historisch belegte Person lässt sich daraus nicht sicher ableiten.

Die Sage gehört trotzdem zur Kulturgeschichte der Eifel. Sie erklärt den Namen und zeigt, wie auffällige Felsräume zu Erinnerungsorten werden. Wer Fakten und Erzählung trennt, verliert nichts vom Reiz des Platzes.

Wanderung zum Hochstein planen

Aus dem Raum Mendig, Bell oder Ettringen lassen sich unterschiedlich lange Runden zusammenstellen. Waldwege wechseln mit steinigen Steigen. Nach Regen werden Wurzeln und loses Gestein rutschig. Für eine sichere Tour gehören Profilsohle, Offlinekarte und genügend Zeit dazu.

Aktuelle Wegführung und mögliche Waldarbeiten sollten bei der regionalen Toureninformation geprüft werden. Die offizielle Übersicht zu Felsen und Höhlen in der Eifel liefert weitere Ziele und ordnet die Grotte in die Region ein.

Verhalten an der Höhle

  • Auf markierten Zugängen bleiben.
  • Keine Felsritzungen oder Feuerstellen anlegen.
  • Tiere nicht mit grellem Licht stören.
  • Steine und mögliche Fundstücke liegen lassen.
  • Bei Sturm den Wald meiden.

Weitere unterirdische Landschaften stehen in unseren schönsten Höhlen Deutschlands. Für eine anspruchsvollere Höhlentour folgt der Beitrag zur Bismarckgrotte bei Rinnenbrunn.

Video zum Beitrag

Häufige Fragen

Wo liegt die Genovevahöhle am Hochstein?

Sie liegt am Hochstein bei Mendig in der Osteifel. Der Gipfelbereich befindet sich im Landkreis Mayen-Koblenz.

Wie hoch ist der Hochstein?

Der Hochstein erreicht 563 Meter. Historisch bezeichnete der Name zunächst vor allem den Gipfelfelsen oberhalb der Höhle.

Ist die Höhle eine Tropfsteinhöhle?

Nein. Es handelt sich um eine offene Felsgrotte im vulkanisch geprägten Gestein, nicht um eine erschlossene Tropfstein-Schauhöhle.

Welche Sage gehört zur Höhle?

Die Legende erzählt von Genoveva von Brabant, die mit ihrem Kind unschuldig verfolgt in einer Höhle Zuflucht gefunden haben soll. Die Figur ist historisch nicht gesichert.

Welche Wanderwege führen dorthin?

Lokale Wege rund um Mendig und Bell erschließen Hochstein und Höhle. Route und Sperrungen sollten über die aktuelle regionale Toureninformation geprüft werden.

Braucht man eine Taschenlampe?

Für die offene Grotte ist sie meist nicht nötig. Eine kleine Lampe kann dunkle Stellen sichtbar machen, ohne Tiere zu stören oder abseits des Weges zu gehen.

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