Lost Places – Das Altenheim des Teufels


Vor schon fast 110 Jahren wurde das Gebäude als Krankenhaus errichtet. Wegen hoher Verschuldung wurde nach rund 70Jahren jedoch der Krankenhausbetrieb eingestellt und das Gebäude übernahm vor über 40 Jahren eine neue Funktion als Altenheim. Jedoch vor 15 Jahren wurde auch das Altenheim geschlossen. Vor 4 Jahren wurde das Gebäude schließlich zwangsversteigert und vor drei Jahren sollte es abgerissen werden. Das Gebäude wurde vollständig entkernt.

Die Zeitkapsel im Grundstein, Kreuz und Glocke des Turmes wurden vorher geborgen, Bagger standen schon zum Abriss bereit …….. und sind heute wieder weg und die Ruine steht immer noch!

Das Gebäudedach mit dem Türmchen ist durchaus ansehnlich, wenn auch stark eingestürzt. Als wir das leere, sehr verfallene Gebäude betraten, wollten wir am liebsten sofort wieder umdrehen – Filmaufnahmen schienen unnötig. Ich glaube mein Begleiter hat gar nichts gefilmt, aber ich war im Nachhinein doch froh ein paar kurze Sequenzen gefilmt zu haben, denn wie heisst es: das beste kommt zum Schluß ;-)

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Erklärung: Was sind Lost Places überhaupt?

Sie sind mitunter unbemerkt in Wäldern und hin und wieder innerhalb einer Stadt. Kurz gesagt sind Lost Places wie das Altenheim des Teufels verlassene Gemäuer & Orte, die aus unterschiedlichen Beweggründen unbewohnt sind. So hat man verschiedene zu keinem Zeitpunkt modernisiert, weil kein allg. Interesse daran bestand. Bei weiteren Bauwerken hat man die Modernisierungstätigkeiten wohl gestartet, doch dann irgendwann abgebrochen. Denn unversehens fehlten die nötigen Finanzen beziehungsweise Zulassungen. Aber immer haben sie eines gemeinsam: den Gänsehaut-Faktor, der diesen Reiz auf einige ausübt.

Mit dem Erkunden jener Lost Places verfallt ihr nicht nur dem Reiz des Verfalls. Vielmehr begebt ihr Euch ebenso auf die Spuren der deutschen Geschichte. Denn hinter so gut wie jedem Lost Place hat man eine interessante Vergangenheit.Momentan spielen Lost Places eine stets wachsende Rolle. Das gilt vor allem für Reisende, Geocacher & Fotografen als Modeerscheinung für das UrBex (Urban Exploration). Deswegen gehört bei einem Besuch von z.B. dem Altenheim des Teufels verpflichtend eine Fotokamera dazu.

Welche Verfügungen gäbe es bei einem Besuch von Lost Places zu beachten?

Wenn ihr Euch auf die Expedition begebt, müsst ihr einige Vorgaben befolgen. Denn Lost Places wie das Altenheim des Teufels hat man jüngst immer häufiger in Dokumentationen zum Thema gemacht. Obendrein möchten Besucher ihre Erfahrungen manchmal unter die Leute bringen und machen die Lage der verborgenen Plätze im Internet bekannt. Das ist vielleicht nachvollziehbar, allerdings nachteilig für jene vergessenen Orte, die zum Teil ganz und gar nicht mehr so “lost” sind.

Etwa beschmierte Mauern, viel viel Müll, geklaute Möbelstücke bzw. zerstörte Scheiben… Dies wären nur einige der Folgen der hohen Popularität der Lost Places. Um solchen Vandalismus zu vermeiden, solltet ihr euch bei der Erforschung somit an verschiedene Spielregeln halten.

Da sich die Grundstücke oft in staatlichem oder nicht öffentlichem Besitz befinden, das Betreten oftmals nicht erlaubt. Darüber hinaus sind die Gebäude häufig abbruchreif und einsturzgefährdet. Das der passiert auf eigene Gefahr.

Befolgt bitte die folgenden Tipps beim Betreten eines Lost Place wie das Altenheim des Teufels:

  1. Wenn ihr den Lost Place das Altenheim des Teufels erforscht hinterlasst diesen so, wie ihr ihn vorgefunden habt. Bitte nix aufsammeln – außer fotografische Andenken oder ein Video wie in diesem Beitrag.
  2. Für den Fall, dass ein Lost Place nicht allgemein zugänglich ist, besorgt euch vor in jedem Fall die Genehmigung des Eigentümers.
  3. Betretet die Lost Places nie allein oder bei Nacht.
  4. Also checkt im Voraus, was bei dem UrBex Ausflug statthaft und gefahrlos ist.
  5. Unabhängig davon solltet ihr nie ein Wort über den präzisen Standort verlieren. So bleibt er auch in Zukunft ein Lost Place. Auch damit er kein Opfer von Diebstahl und Vandalismus wird.

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