Wanderziel: Liechtensteinklamm in St. Johann im Pongau

Die Liechtensteinklamm in St. Johann in Pongau, Salzburg, ist nicht nur beeindruckend, sondern ebenso imposant, wie spektakulär. Erst vor kurzem kam es zu außergewöhnlichen Bau-, wie Sanierungsarbeiten, um dieses besondere Naturdenkmal noch mehr Wert zu verleihen. Ohnehin ist diese Klamm aber wahrscheinlich eine der tiefsten, längsten und sehenswertesten Schluchten, die es in den Alpen gibt. Schon allein der Anblick des rauschenden Wasserfalls sorgt bei zahlreichen Besuchern immer wieder aufs Neue für Faszination.

Über Jahrtausende hinweg hat das Wasser sich mit unbändiger Kraft hier immer tiefer in die Felsen geschnitten. An einigen Stellen stehen die Felsen so eng aneinander, dass man nur noch einen schmalen Streifen des blauen Himmels erhaschen kann. Scheint dann noch am Mittag die Sonne zwischen die Felswände auf den feinen Sprühregen, glauben viele Besucher sich gerade in einem Märchen zu befinden und nicht einfach nur im Salzburger Land.

Bereits im Jahr 1875 sorgte dieses beeindruckende Naturschauspiel bei einigen Menschen großes Erstaunen, so dass Fürst Liechtenstein mit einer Spende dafür sorgte, dass Brücken und Stege gebaut werden konnten damit die Liechtensteinklamm begehbar wird. Bis heute haben mehr als zehn Millionen Menschen diese Klamm besucht.

Treppenanlage „Helix“ sorgt für Aufsehen bei Besuchern

Die vor kurzem sanierte Liechtensteinklamm trumpft aber nicht nur allein auf natürliche Art und Weise auf, denn hier findet sich jetzt eine imposant angelegte Wendeltreppe, die 30 Meter tief in die Schlucht führt. Neben dem Bau dieser Brücke wurden aber auch 60 Steinschlagnetze von 1.100 Metern, drei Tunnel sowie vier Galerien errichtet. Alles was es für diese Baumaßnahmen brauchte, wurde hier per Hubschrauber in die Liechtensteinklamm geflogen.  Nur gekonnte Piloten waren dazu in der Lage. Zumal es jetzt zur Sicherheit ein Monitoringsystem gibt, so dass Bewegungen in den Felsen auf den Millimeter überwacht werden können.

Wandern durch die Liechtensteinklamm

Sowohl am frühen Vormittag, als auch am späten Nachmittag zeigt sich diese Klamm von ihrer aller schönsten Seite. Vom letzten Parkplatz liegt der Eingang zur Liechtensteinklamm ungefähr 400 Meter weit weg. Hier finden sich auch gleich zwei Gasthöfe. Über gut ausgebauten Wegen geht es dann circa eineinhalb Kilometer durch die Liechtensteinklamm.

Das Ganze dauert in Etwa eineinhalb Stunden. Wobei es hier keinen Rundgang gibt. Auf den gleichen Weg wandern Besucher hier wieder zurück. Stiegen sowie enge Stege verhindern hier zudem, dass Rollstuhlfahrer oder Kinder im Kinderwagen in den Genuss dieses Naturschauspiels kommen können. In der Klamm selbst gilt es 440 Stufen hin und zurück zu meistern. Zumal es einen Höhenunterschied von bis zu hundert Metern gibt. Ganz anspruchslos ist dieser Wanderweg also nicht.

Von Anfang Mai bis Ende September ist die Liechtensteinklamm geöffnet. Erwachsene zahlen für den Besuch der Liechtensteinklamm 10 Euro, während Kinder von 6 bis 18 Jahren für 5,50 Euro in den Genuss dieses beeindruckenden Naturschauspiels kommen können. Wer etwas länger im Salzburger Land bleiben möchte, kann dies selbstverständlich ebenfalls planen, denn es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in dieser wunderschönen Umgebung.

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