Zelt imprägnieren – Schutz gegen Regen, Schnee, Wind

Damit der Regen beim Camping nicht zum Problem wird.

Wer im Zelt nächtigen möchte, hofft in der Regel natürlich immer auf gutes Wetter, aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. Auch im Hochsommer kann im Laufe des Tages oder der Nacht ein Regenguss die Freude am Campen ein wenig schmälern. In diesem Fall ist es stets vorteilhaft, wenn das Zelt kein Wasser durchlässt. Fabrikneue Produkte dieser Art verfügen in der Regel über eine optimale Imprägnierung. Ist das Zelt allerdings schon ein wenig in die Jahre gekommen, muss eine solche immer mal wieder aufgefrischt werden.

Regelmäßig gilt es eine Imprägnierung aufzufrischen

Im Laufe der Zeit verliert ein jeder Stoff seine Imprägnierung. Nicht nur durch starken Regen, sondern ebenso durch feine Staubpartikel sowie Reibung beim Transport geht diese irgendwann verloren. Zumal auch die UV-Strahlung diesen Prozess vorantreibt. Ist das Zelt nicht mehr imprägniert, ist das Material auch nicht mehr vor Umwelteinflüssen geschützt. Wer dann campen geht, muss damit rechnen, dass er bei Regen in seinem Zelt nicht mehr vor der Nässe geschützt ist. Demnach ist es wichtig sein Zelt regelmäßig neu zu imprägnieren.

Wann muss ein Zelt neu imprägniert werden?

Um festzustellen, ob das Zelt eine neue Imprägnierung benötigt, gilt es das Zelt im Garten einmal aufzubauen und dieses mit Gartenschlauch nass zu spritzen. Perlt das Wasser immer noch von der Außenhaut ab, ist ein erneutes Imprägnieren noch nicht nötig. Kommt es hingegen zu einer Entstehung eines Wasserfilms und das Zelt saugt sich voll, wird es Zeit die Imprägnierung zu erneuern.

Welche Mittel zum Imprägnieren gibt es?

Wer sein Zelt imprägnieren möchte, kann dies entweder mit einem Flüssig-Imprägnierer oder mit einem Imprägnier-Spray in Angriff nehmen. Letztgenanntes bringt einige Vorteile mit, denn schnell und einfach lässt sich dieses Spray auf großen Flächen auftragen. Wer lieber ein flüssiges Mittel anwenden möchte, benötigt hingegen einen Pinsel oder Schwamm um das Ganze gleichmäßig auf die Zeltwände bringen zu können. Des Weiteren gibt es dann noch Emulsionen in denen der Stoff einfach eingeweicht werden kann, was sich bei einem großen Zelt allerdings schwierig gestalten wird.

Zelte aus Polyester sollten ohnehin besser mit einem Imprägnier-Spray behandelt werden, denn das Mittel kann so besser in die feinen Poren eindringen. Zelte aus Baumwolle oder einem Baumwollgemisch hingegen gilt es vorzugsweise mit einem flüssigen Mittel  auf Wasserbasis zu imprägnieren, denn auf diese Weise bleibt das Material weiterhin Atmungsaktiv.

Richtige Imprägnierung des Zeltes

Bevor es überhaupt mit der Imprägnierung losgeht, gilt es die Herstellerangaben zu studieren, denn hier steht meist geschrieben, welches Mittel sich besonders gut eignet. Zumal jedes Präparat so seine Eigenheit mitbringt. Einige Mittel müssen auf die feuchten Zeltwände aufgetragen werden, andere hingegen auf trockenem Material.

So imprägnieren Sie Ihr Zelt richtig:

  1. Das Zelt säubern

Nachdem Sie wissen, welches Mittel Sie zu Imprägnierung verwenden können, gilt es das Zelt erst einmal aufzubauen. Diverse Verschmutzungen sollten jetzt beseitigt werden. Danach muss das Material dann erst einmal gut austrocknen.

  1. Alle Öffnungen fest verschließen

Fenster, Türen und andere Öffnungen gilt es jetzt fest zu verschließen. Das gilt ebenfalls für diverse Klappen, Taschen und Ähnliches.

  1. Imprägnier-Spray

Das Mittel gilt es nun in dem empfohlenen Abstand des Herstellers auf die Zeltwände zu bringen. Demnach ist es immer ratsam ein Zelt draußen zu imprägnieren, denn es gilt das Einatmen des Sprays auf jeden Fall zu verhindern. Außerdem sollte man das Ganze stets langsam vornehmen damit man auch wirklich jede Stelle imprägniert. Je routinierter Sie hier vorgehen, desto gleichmäßiger wird das Resultat.

  1. Gut trocknen lassen

Ist das Zelt vollständig versiegelt, gilt es das Mittel gut trocknen zu lassen. Unter Umständen kann dies mehrere Stunden dauern, so dass eine Versiegelung stets bei beständig gutem Wetter vorgenommen werden sollte.

  1. Imprägnierung testen

Ist die Versiegelung getrocknet, empfiehlt es sich mit einer Gießkanne zu prüfen, ob man auch tatsächlich jedes Stückchen Stoff imprägniert hat. Vor allem versteckte Stellen werden so sichtbar, so dass man den Vorgang dann noch einmal wiederholen muss.

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