Lost Places – Der unheimliche Vergnügungspark Spreepark

Der unheimlich heruntergekommene Plänterwald liegt verlassen in Berlin

Der Spreepark im Süden Berlins ist seit 2002 verlassen und bietet einen einzigartigen Einblick in die Vergangenheit des Parks. Jeder Teil des Parks ist mit Überbleibseln aus den vergangenen drei Jahrzehnten übersät. Diese bilden ein Sammelsurium aus bizarren Unterhaltungsangeboten, Kinderfahrgeschäften und lebensgroßen Dinosaurierstatuen .

Lost Places – Der unheimliche Vergnügungspark Spreepark
Lost Places – Der unheimliche Vergnügungspark Spreepark

Ursprünglich errichtet 1969 von der sozialistischen Regierung der DDR als VEB Kulturpark Plänterwald. Dann stand der Park, der als „Plänterwald “ bekannt war, bis zum Fall der Berliner Mauer 20 Jahre später. Während der kommunistischen Ära florierte der Park mit jährlich 1,7 Millionen Besuchern.

Vom Plänterwald zum Spreepark

1991 übernahm der umstrittene Freizeitparkbetreiber Norbert Witte den Plänterwald und benannte ihn in „Spreepark“ um. Er ersetzte die überwiegend asphaltierte Fläche durch eine Gras- und Wasserlandschaft. Außerdem installierte eine Reihe von Fahrgeschäften. Diese kaufte er aus der Insolvenz des Mirapolis-Vergnügungsparks bei Paris und verlegte sie nach Berlin. Witte veränderte die Szenerie des ehemaligen Plänterwalds mehrfach. Er fügte sogar ein englisches Dorf hinzu. Allerdings war Witte auch in den Schmuggel von Kokain verwickelt. Das versteckte er in Teilen von Fahrgeschäften, die während seiner Zeit als Parkverwalter zwischen Peru und Deutschland verschifft wurden.

Aufgrund seiner kriminellen Aktivitäten und mangelnder Besucherzahlen wurde der Spreepark 2002 für die Öffentlichkeit geschlossen. Witte hat man zwei Jahre später wegen Schmuggels angeklagt. Die Folge dieser Schließung war, dass der Park langsam verfiel und von der Natur übernommen wurde. Im Jahr 2014 wurden einige Einrichtungen durch einen Brand zerstört. Danach hat man die Sicherheit mit einem neuen Zaun und permanentem Sicherheitspersonal und Hunden verstärkt.

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Was passiert jetzt mit dem Plänterwald?

Im Jahr 2016 wurde das Gelände des Plänterwalds von der Firma Grün Berlin GmbH übernommen, die sich im Besitz des Landes Berlin befindet, mit dem Ziel, das Gelände in einen Ort für Kunst und Kultur zu verwandeln. Ende 2018 wurden Pläne vorgestellt, die in mehreren Jahren umgesetzt werden sollen. Ab Mai 2019 wurden viele der bisherigen Attraktionen des Parks entfernt, jedoch bleiben das Riesenrad und das Restaurant „Fresswürfel“ aus der „Kulti“-Zeit erhalten, ebenso wie die Achterbahn „Spreeblitz“, das „Cinema 2000“, die Fassade des Englischen Dorfes, das Becherkarussell und der künstliche Felsen der Wildwasserbahn „Grand Canyon“ aus der Spreepark-Zeit von Norbert Witte.

Führungen werden an Wochenenden bis September von der Stadt für fünf Euro angeboten. Tickets können über die offizielle Website des Parks gekauft werden und ermöglichen den Besuchern einen einzigartigen Einblick in die Geschichte und die verlassenen Attraktionen des Spreeparks. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Gelände auf eigene Gefahr betreten wird und das Betreten von gesperrten Bereichen verboten ist.

Der Spreepark ist ein Ort voller Geschichte und Abenteuer, der einen einzigartigen Einblick in die Vergangenheit Berlins und des Freizeitparkbetriebs bietet. Es ist ein Ort, an dem man die Vergangenheit erforschen und die Natur bewundern kann, während man darauf wartet, dass die Zukunft des Parks entsteht

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