Unsere Top 15 Lost Places in Deutschland

Der Charme des Verfall und Fotomotive mit Gänsehaut Faktor

Hierzulande finden sich bekanntlich zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die stets einen Besuch wert sind. Durchaus haben aber auch zerfallene Schlösser, verlassene Orte sowie leerstehende Gebäude so ihren besonderen Reiz. Es gibt zahlreiche Lost Places in Deutschland, die nicht nur für Erstaunen sorgen, sondern ebenso Besuchern die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Hinter so manchem dieser Orte findet sich nämlich eine grausige Vergangenheit.

Was genau sind Lost Places?

Sogenannte Lost Places kann man sowohl mitten in einer Großstadt finden, als auch versteckt in einem düstern Waldstück. So handelt es sich hier um verlassene Gebäude oder Orte, die aus unterschiedlichen Gründen leer stehen. Manche wurden einfach nie renoviert, weil niemand daran interessiert war. Andere hingegen hat man begonnen zu renovieren, aber die Arbeiten wurden nie vollendet, weil entweder plötzlich das Geld fehlte oder aber es mangelte an den nötigen Genehmigungen. All diese verlassenen Orte, wie Gebäude bringen aber eine Gemeinsamkeit mit – Sie verfügen über einen Gänsehaut-Faktor, der sie für Besucher äußerst interessant macht.

Wer solche Lost Places besucht, fährt aber nicht nur auf den Charme des Verfalls ab, sondern findet es meist ebenfalls interessant sich auf die Spuren der deutschen Geschichte zu begeben. Schließlich steckt hinter jedem dieser Ort meist eine tiefgreifende, wenn nicht sogar geheimnisvolle, Geschichte. Inzwischen spielen Lost Places aber nicht nur für Touristen eine wichtige Rolle, denn ebenso Fotografen, wie Geocacher können sich kaum mehr von solchen Orten fernhalten.

Die Top 15 Lost Places in Deutschland:

  1. Die Beelitz-Heilstätten in Berlin

Lost Place Beelitz-Heilstätten
Lost Place Beelitz-Heilstätten

Bei den Heilstätten in Beelitz handelte es sich früher um eine Lungenheilanstalt. Auf über 200 Hektar Land finden sich heute über 60 verfallene Gebäude, die damals Tuberkulose-Patienten beherbergten. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde dieser Ort als Sanatorium, wie Lazarett für Soldaten genutzt, die hier ihre Kriegsverletzungen auskurierten. 1994 wurde das Ganze stillgelegt und inzwischen findet man hier verfallene Gebäude. Wobei sich im Jahr 1991 an diesem Ort ein schreckliches Ereignis abspielte, denn ein Serienmörder trieb hier sein Unwesen. Wolfang Schmidt, bekannt als die Bestie von Beelitz, brachte hier auf brutale Weise eine 34-jährige Mutter und ihr Baby um.

  1. Die Pestkapelle in Weilheim

Beim Pestfriedhof in Weilheim handelt es sich um ein besonders grausiges Lost Places, denn im Jahr 1250 soll sich hier eine morbide Geschichte ereignet haben. So kam es hier zu einem Streit zwischen der damaligen Gemeinde und dem Pfarrer, um ein Stück Wald, welcher die Kapelle umgab. Als der Streit seinen Höhepunkt erreichte, hinterließ angeblich ein Mann aus der Gemeinde einen Hufabdruck auf einen Stein. Laut der Legende handelte es  sich hier um den Teufel höchstpersönlich.

  1. Das Grand Hotel Waldlust in Freudenstadt

Früher beherbergte dieses Hotel die Reichen, wie Schönen. Die Besitzerin Adele B. begrüßte hier jeden ihrer Gäste stets höchstpersönlich. Als diese starb, verlor das Grand Hotel seinen Charme. Danach wurde es im zweiten Weltkrieg als Soldaten-Lazarett genutzt. Im Jahr 2005 wollte man das denkmalgeschützte, aber inzwischen verfallene Gebäude verkaufen. Niemand zeigte Interesse, was vielleicht daran liegt, dass Adele B. noch heute durch ihr Hotel geistern soll.

  1. Die Villa von Dr. Anna L. in Bad Wildungen

Konservierte, menschliche Organe, eine uralte Op-Liege sowie eine Garderobe an denen noch die Kittel der damaligen Ärzte hängen, zeugen von den damaligen Geschehnissen in der Villa von Anna L. So lebte nicht nur Anna L. hier, sondern auch eine urologische Arztpraxis war hier damals untergebracht. Seit 1988 ist die Villa verlassen und seither hat sich hier nichts verändert.

  1. Die Papierfabrik in Düsseldorf

In der alten Papierfabrik zieren heute Graffitis die Wände. Seit 2008 dient das Gebäude gerne für Fotoshooting-Zwecke und begeistert Skater durch seine Weitläufigkeit. Wer den Grusel sucht, ist hier allerdings falsch.

  1. Das Schloss Rapunzel in Reinhardsbrunn

Märchenhaft oder gar verwunschen mag dieser Ort vielleicht mal gewesen sein, heute ist davon nicht mehr viel übrig. Lediglich im Jahr 1988 wurde dieser Lost Place für die Dreharbeiten zu „Rapunzel – oder der Zauberer der Tränen“ genutzt.

  1. Die Verbotene Stadt in Wünsdorf

Lost-Place Wünsdorf
Lost-Place Wünsdorf

Hierbei handelt es sich um eine echt Geisterstadt, die sich mitten in einem Wald versteckt. Im ersten, wie zweiten Weltkrieg war diese Stadt ein Militärstützpunkt sowie ein Kriegsgefangenenlager. Verfallene Geschäfte, eine Schule und viele andere Ruinen zeugen noch heute davon.

  1. Das Haus Fühlingen in Köln

Um dieses Haus ranken sich zahlreiche grausige Geschichten. Rätselhafte Selbstmorde, wie blutige Morde soll es hier gegeben haben. Ein NS-Richter soll sich hier erhängt haben und noch heute sein Unwesen in der Ruine treiben.

  1. Das Schloss Dwasieden auf Rügen

Bei diesem Gebäude handelte es sich einmal um das weltvollste, wie märchenhafteste Schloss Deutschlands. Im Jahr 1877 wurde das prunkvolle Schloss erbaut. Mit dem Tod des Besitzers, 1903, landete das Gebäude dann in den Besitz verschiedener Treuhänder und anschließend übernahm die Marine das Ganze. 1948 wurde das Schloss dann kurzerhand von der Regierung gesprengt.

  1. Der Spreepark in Berlin-Plänterwald

Lost-Place Plänterwald
Lost-Place Plänterwald

Im Jahr 1969 wurde dieser Freizeitpark eröffnet. Fahrgeschäfte, ein Riesenrad und Ähnliches begeisterten die Besucher. 2001 Musst der Park allerdings Insolvenz anmelden. Drei Jahre brach dann noch ein Feuer aus und zerstörte fast Alles.

  1. Die Opelsche Jagdvilla in Neu-Anspach

1912 erbaute Fritz Opel diese Jagdvilla. Neben Tankanlagen sowie Stromerzeugern finden sich an diesem Lost Place auch noch alte Werkstätten, ein alter Swimmingpool und noch so einiges mehr.

  1. Die Kokerei Hansa in Dortmund

Die alte Kokerei Hansa zeigt noch heute uralte Förderbänder, verkommene Schaltkästen sowie verrostete Leitungen. Seit 1964 wird hier kein Steinkohle Koks mehr produziert.

  1. Die Porzellanfabrik in Arzberg

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts eröffnete die Porzellanfabrik ihre Tore. Ein Jahrhundert später schloss das Unternehmen wieder. Einige Räume zeugen hier noch vom alten Glanz der Vergangenheit.

  1. Das Erlebnisbad Basso in Bad Schmiedeberg

Hierbei handelt es sich um das erste Erlebnisbad in den neuen Bundesländern. Alte Rutschen, wie Sprungbretter zeugen vom Spaß alter Zeiten.

  1. Die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen

Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Untersuchungshaftanstalt der ehemaligen DDR. Einst saßen hier Inhaftierte, deren Schicksale noch heute für  Gänsehaut sorgen. Psychisch, wie physisch kam es hier zu grausamen Quälereien. Wobei dieses Gebäude auf keinem Stadtplan verzeichnet ist.

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